Mindestens seit Einführung der Reformation in Chemnitz (1539) gehörte Altendorf zusammen mit Schönau, Neustadt (Höckericht), Kappel, Niklasgasse (Nikolaivorstadt), Helbersdorf und Altchemnitz mit seiner Filialkirche zur St. Nikolaikirche an der Stollberger Straße.

 

Die im 17.Jahrhundert gebaute Nikolaikirche war längst viel zu klein und dazu baufällig. Im Jahre 1882 mußte sie wegen Einsturzgefahr des Turmes geschlossen werden und es wurde der Neubau einer größeren Kirche geplant. Die Gemeinden mit den langen Wegen befürworteten einen Neubau an zentraler Stelle in dem inzwischen riesigen Gemeindegebiet. Da aber trotzdem ein neuer Kirchenbau am alten Standpunkt beschlossen wurde, drängten die sehr entfernten Gemeinden zu eigenständigen Kirchgemeinden mit eigener Kirche.

 

Am 1. Januar 1884 wurde die Kirchgemeinde in Altendorf gegründet und diese sowie die bereits im September 1885 geweihte Kirche erhielten nach der Eingemeindung nach Chemnitz im Jahre 1900 den Namen St. Matthäus.