Monatsspruch Juni 2018

„Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“  Hebräer 13, 2

 

Liebe Leserinnen und Leser des Matthäusboten, liebe Gemeinde!

Auf unserem grünen Altarparament ist das Gleichnis vom Vierfachen Acker zu sehen.

Aussäen und Anbauen: Das tun Menschen überall auf der Welt. Doch das Wachsen und Reifen haben wir nicht wirklich in der Hand. Der Himmel muss sich mit leisem Wehen mild und heimlich auftun (EG 508) und die Saat mit Segen benetzen. Und ein Teil fällt unter die Dornen und wird von den Vögeln gefressen oder vertrocknet zwischen den Steinen. So ist das mit unserem Leben. Es bleibt nach Gottes Willen unsere Freiheit und Verantwortung, uns täglich neu zu entscheiden: was soll auf meinem Feld blühen? Es ist ein absurder Gedanke, dass dort, wo jemand Disteln aussät, Kürbisse wachsen könnten. Wer Kürbisse ernten will, säe Kürbissamen aus. Und in jedem Kürbis gibt es dann wieder unzählige Samen als neue Chance für gute Früchte.

Ähnlich verhält sich das mit unserem Miteinander. Wer Gerechtigkeit ernten möchte, muss Gerechtigkeit säen. Wir können es lernen, uns in unser Gegenüber einzufühlen und die Sicht des anderen besser zu verstehen. Und wir müssen bereit sein, um des Friedens willen zurückzustecken und Kompromisse einzugehen. Geduldig warten will gelernt sein. Weil sonst mit dem Unkraut die aufgehende Saat mit ausgerissen wird. Aber wo Egoismus und Unrecht gesät worden sind, wird kein gutes Miteinander wachsen können. Anfang Mai wurde in Chemnitz eine „Parade der Vielfalt“ durch die Behindertenbeauftrage organisiert. Bunt, fröhlich und nachdrücklich wurde auf die Rechte von Menschen mit Behinderung aufmerksam gemacht, wurde für Vielfalt und vielfältige Lebensweise geworben. Hoffnungsamen brauchen Gelegenheiten und Ihre Zeit, bis sie keimen und wachsen. …

Gebet (von Tina Willms):

Ewiger Gott, manchmal wünschte ich, deine Zeichen wären deutlicher in dieser Welt.

So oft übertönen Gewalt und Geschrei dein lebendiges Wort.

Gib mir Kraft, dir nachzugehen auf der Spur deines sanften Segens, die sich vom Damals ins Heute zieht.

Hilf mir, immer wieder trotzig aufzustehen für die Liebe und zärtlich das Leben zu hüten.

Ich wünsche Ihnen und uns allen, dass wir in der Fülle des Sommers Gottes Segenszeichen entdecken und im Herzen bewahren können. Und dass wir bis zur letzten großen Ernte reifen und wachsen können als in dem Vertrauen: Gott regnet seine Gerechtigkeit aus über das, was wir mit Liebe aussäen!

Im Namen des Kirchenvorstandes und der MitarbeiterInnen grüßt Sie herzlich Ihre Pfarrerin Dorothee Frölich-Mestars

 

Monatsspruch Juli 2018

„Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!“  Hosea 10, 12

 

Jahreslosung 2018:

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Off.21,6