Monatsspruch Oktober 2017

„Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“     Lukas 15, 10

 

Liebe Leserinnen und Leser des Matthäusboten, liebe Gemeinde,

wer von uns hat nicht schon einmal verzweifelt nach etwas gesucht?

Vielleicht die Brille, den Wohnungsschlüssel, einen Parkplatz oder das Bonusheft für den Zahnarzt? Jeder von uns kennt das. Suchen ist nervig, es macht Mühe und kostet Zeit und meist machen wir es unfreiwillig.

Bei Gott ist es anders. Gott sucht freiwillig und gern. Gott ist der Immer-Suchende. Er hält Ausschau nach uns und gibt sich nicht damit ab, wenn wir ihm davonlaufen.

Er kennt jeden von uns Menschen, er hat jeden Einzelnen nach seiner Vorstellung geschaffen und hält für jeden von uns einen ganz bestimmten Weg bereit. Auf diesem Weg durchs Leben will Gott uns begleiten und nahe sein, möchte er eine Beziehung zu uns aufbauen und ausbauen, denn er liebt uns und wir sind ihm wichtig. Gott will bei uns wohnen und in uns Wohnung nehmen, er bindet sich an uns, damit wir zu ihm gehören können.

Aber wir Menschen wollen oft lieber unsere eigenen Wege gehen und dann geht es uns wie dem Schaf, das plötzlich den Anschluss an die Herde verliert und allein in der Wüste herumirrt oder wie dem Silbergroschen, der davon rollt und in irgendeiner Ecke verschwindet. Vielleicht richten wir uns in solchen Ecken ja ganz gut ein und meinen, alles im Griff zu haben und unsere vermeintliche Freiheit in vollen Zügen genießen zu können. So wie sich das auch der jüngere Sohn dachte, der mit seinem Erbe davonzog. Wo er dann landete wissen wir.

Manchmal passiert es uns aber auch einfach, dass wir uns von Gott abwenden, obwohl wir es gar nicht wollen. So vieles beschäftigt uns und treibt uns um und dabei verlieren wir den Draht zu Gott, vielleicht sogar, ohne es zu merken. Paulus bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich“ Römer 7, 18 b + 19

Für mich ist es dann tröstlich und ermutigend, zu wissen, Gott gibt uns und die Suche nach uns nicht auf, er streckt uns die Arme entgegen, wie der Vater dem verlorenen Sohn und wir dürfen seine Kinder sein und uns in seinen Armen bergen. Dieses Umkehren und sich finden lassen löst eine unbändige Freude bei Gott und den Engeln aus und dann wird wohl ein Freudenfest gefeiert. Ich bin sicher, dass diese Freude auf uns übergeht und uns erfüllt, wenn wir wieder bei Gott angekommen sind.

Wollen wir uns da nicht gleich heute von ihm finden lassen?

So grüße ich Sie fröhlich im Namen unserer Pfarrerin, der Mitarbeiter und des Kirchenvorstandes, Ihre

Steffi Heinrich

 

Monatsspruch November 2017

„Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“     Ezechiel 37, 27

 

Jahreslosung 2017:

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Ezechiel 36, 26